16.05.2012 Erfassung und Dokumentation der Großpilzflora auf der Waldforschungsfläche Großer Mittelberg / Lonau

Am 22.03.2012 startete mit einer ersten Begehung die mykologische Erfassung von 4 Kernflächen in der Waldforschungsfläche Mittelberg im äußersten Südwesten des Nationalparks Harz. Das Gebiet ist durch unterschiedlich alte Fichtenbestände sowie überwiegend ältere Buchenbestände gekennzeichnet. Der Anteil an Mischbaumarten ist relativ gering. Das Untersuchungsgebiet ist durch ebene Lagen im nördlichen Teil gekennzeichnet. Von dort fällt dann das Gelände nach allen Seiten hin mäßig bis stärker ab. Das gesamte Gebiet wird von feuchteren Senken und Bachläufen durchzogen bzw. begrenzt. Das Ausgangsmaterial für die Bodenbildung sind Grauwacke und Tonschiefer. In einem Bachtal mit Fagus und Alnus konnte im Bach auf einem Laubholzästchen mit Vibrissea decolorans eine erste bemerkenswerte Art registriert werden. Weitere Informationen

Abschluß der 2. Aufsammlung am 12.04.2012: Weitere Informationen

Abschluß der 3. Aufsammlung am 15.05.2012: Weitere Informationen

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11.05.2012 Erfassung und Dokumentation der Großpilzflora im Gebiet Vitikopf / Blumentopf / Hanneckenbruch

Aufsammlungen im Gebiet Vitikopf / Blumentopf / Hanneckenbruch am 26.04.2012: Weitere Informationen

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11.05.2012 Aktuelle mykologische Vorhaben im Jahr 2012

Mit Beginn der frostfreien Jahreszeiten hat im Nationalpark Harz die pilzfloristische Tätigkeit wieder begonnen. Mehrere Projekte sollen in diesem Jahr realisiert werden und sind mit ersten Aufsammlungen bereits angelaufen:

- Erfassung und Dokumentation der Großpilzflora auf der Waldforschungsfläche Großer Mittelberg / Lonau (Niedersachsen)
- Erfassung und Dokumentation der Großpilzflora in den Bachläufen des Odertals (Niedersachsen)
- Erfassung und Dokumentation der Pilzflora auf der Brockenkuppe einschließlich des Brockengartens (Sachsen-Anhalt)
- Beitrag zur Großpilzflora des Gebietes Bruchberg (Niedersachsen) als Teil einer Publikation im Rahmen der Schriftenreihe aus dem Nationalpark Harz

In Vorbereitung für eine Veröffentlichung befindet sich, im Andenken an den Wernigeröder Pilzfloristen Hermann Dieter Oemler, eine Ausarbeitung von Hermann Dieter & Evelyne Oemler über die Ergebnisse der langjährigen Aufsammlungen im Waldgebiet "Himmelpforte" bei Wernigerode unter dem Titel:"Die Mykoflora des Gebietes Wernigerode-Himmelpforte". Die Arbeit hatte Dieter Oemler noch kurz vor seinem Tod vervollständigt. Das Manuskript wurde von Hans-Ulrich Kison & Thomas Schultz bearbeitet und erscheint im Rahmen der periodischen Publikation des Museums Heineanum Halberstadt voraussichtlich im Sommer diesen Jahres. Letzte Arbeiten am Manuskript sind beendet, so dass alles in Kürze in Druck gehen kann.

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05.04.2012 Errata zur Großpilzflora des Nationalparks Harz aktualisiert

Bei der Überarbeitung der BROCKENPILZ - Datenbank im Rahmen einer Aktualisierung der Synonyme wurde noch eine fehlerhafte Angabe gefunden welche versehentlich auch in die "Großpilzflora des Nationalparks Harz" übernommen wurde. Weitere Informationen

Bei der Nationalparkverwaltung Wernigerode sind noch einige Restexemplare der "Großpilzflora des Nationalparks Harz" erhältlich. Die im November 2010 im Rahmen der Schriftenreihe aus dem Nationalpark Harz - Band 5 erschienene Publikation kann direkt bei der Nationalparkverwaltung bestellt werden. Details zur Bestellung sowie zahlreiche ergänzende Informationen finden Sie hier: Weitere Informationen

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31.03.2012 Die Brockenkuppe - ein bislang unterkartierter Teil des Nationalparks Harz

Die Brockenkuppe, einschließlich Brockengarten gehören überraschenderweise zu den mykologisch unterkartierten Gebieten im Nationalpark Harz. Der bekannteste Pilgerort des Nationalparks für hunderttausende Touristen jährlich, führt, bezüglich der mykologischen Durchforschung, ein eher stiefmütterliches Dasein. Vermutlich hat die starke touristische Frquentierung auf den einen oder anderen Mykologen eine gewisse abschreckende Wirkung. In der Großpilzflora des Nationalparks Harz von 2010 sind nur die Ergebnisse einiger, weniger sporadischer Aufsammlungen durch die Mykologen Wöldecke/Hannover und Kummer/Potsdam aufgeführt. Die Brockenkuppe steht allerdings bezüglich unbefriedigender mykologischen Erforschung nicht allein da. Auch das Gebiet des Köhlerholzes (NW von Ilsenburg) und das Gebiet um Lonau im SW des Nationalparks sind nur mäßig durchforscht. Letzteres Gebiet war 2009 schon einmal Gegenstand mykologischer Aktivitäten im Rahmen der vom Landesfachausschuß Mykologie Sachsen-Anhalt organisierten Oderbrück-Tagung und bildet in diesem Jahr mit Erfassungsarbeiten auf der Waldforschungsfläche Mittelberg (s. Beitrag vom 30.03.2012) einen Forschungsschwerpunkt. Zurück zur Brockenkuppe. In der hiesigen Presse erschien kürzlich der Beitrag "Einzigartig im Norden MItteleuropas - Die Waldgrenze am Brocken ist natürlichen Ursprungs" hier nachzulesen in dem neueste Forschungen belegen das die Waldgrenze am Brocken klimatisch bedingt ist.
Auf Grund des supramontanen Klimas auf dem höchsten Berg Norddeutschlands sind mit Sicherheit hier interessannte Arten zu erwarten, so z.Bsp. in der zwergstrauch- und grasreichen Bergheide sowie den Salix-Gebüschen des Brockengartens. Ich plane für das Jahr 2012 mehrere Begehungen der Brockenkuppe / Brockengarten um den "weißen Kartierungsfleck" zu tilgen. Interessierte Mykologen (keine größeren Gruppen) die sich anschließen möchten können mich gern hierzu kontaktieren.

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30.03.2012 Holzbewohnende Pilze als Naturnäheanzeiger in hessischen Wäldern

Unter diesem Titel erschien unlängst ein Beitrag in der neuesten Ausgabe der Zeitschrift "AFZ - Der Wald" 6/2012.
Die Autoren M.Schmidt, P.Meyer & E.Langer gehen in dem Artikel auf die Thematik der Identifizierung von Waldgebieten und deren Bedeutung für den Erhalt der Biodiversität ein. Sie sehen die Zusammenführung und Auswerung der vorhandenen Art.-Forst- und Umweltdaten hierzu als zielführenden Weg an. Thematisiert wird auch der Schutz holzbewohnender Arten. Es wird berichtet, dass mehr als 2000 Großpilzarten in Hessen nachgewiesen wurden und von den 68 Naturnäheanzeigern unter den holzbewohnenden Pilzen im Rahmen der Recherche 24 in Hessen belegt werden konnten. Im Ergebnis wurden eine Reihe von "Biodiversität-Hotspots" festgestellt welche eine hohe Anzahl von Naturnäheanzeigern aufweisen. Die 24 holzbewohnenden Pilzarten sind in einer Tabelle aufgeführt. Zwei Meßtischblatt-Grafiken von Hessen mit der Anzahl der Pilzfunde pro Meßtischblatt und der Anzahl bisher nachgewiesener Naturnäheanzeiger sowie Fotos von Hericium coralloides, Ischnoderma resinosum und Xylobolus frustulatus komplettieren die Arbeit. Weitere Informationen

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28.02.2012 Ein bemerkenswerter Beitrag zur Cortinarienflora im Huy (Landkreis Harz)

In der letzten Ausgabe des "Journal des JEC" No.13, S.63 - 78, 2011 erschien ein Beitrag unter dem Titel:
"Der Huy - ein artenreicher Cortinarien-Standort mit Kalkbuchenwäldern in Sachsen-Anhalt".
Die beiden Autoren Tor Erik Brandrud & Geert Schmidt-Stohn berichten über die Ergebnisse mehrjähriger Aufsammlungen (1992 - 2010) in dem am Nordharzrand gelegenen Höhenzug. Die Autoren betrachten den Huy als einen der artenreichsten Kalklaubwald-Gebiete Deutschlands.
Die Zeitschrift "Journal des JEC" wird herausgegeben vom Verein "Journées européennes du Cortinaire". Der Verein, mit heute 230 Mitgliedern, widmet sich seit 1983 der Erforschung der Gattung Cortinarius. Weitere Informationen

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20.01.2012 Pilzflorist Hermann Dieter Oemler verstorben

Anfang Januar diesen Jahres erreichte mich die traurige Nachricht das Dieter Oemler am 30.12.2011 im Alter von 72 Jahren verstorben ist. Dieter Oemler war in der Arbeitsgruppe Mykologie Wernigerode (1986 - 1995) ein Aktivposten in der mykofloristischen Forschung im damaligen Kreis Wernigerode. Er hat ganz wesentlich die Vereinsarbeit mitgeprägt. Sein Organisationsgeschick, seine Sachkenntnis und sein bescheidenes Wesen verschafften ihm bei allen Mitgliedern hohes Ansehen. Er gehörte zu den Pionieren der pilzfloristischen Bestandserfassung in unserer Heimat. Durch die exakte Protokollierung der Funddaten war es möglich, dass die von Dieter und seiner Frau Evelyne erhobenen Daten Eingang fanden in überregionale Werke wie der "Checkliste der Großpilze von Sachsen-Anhalt" (Bearbeitung: Täglich 1999), der daraus hervorgegangenen "Pilzflora von Sachsen-Anhalt" (Täglich 2009) und der "Großpilzflora des Nationalparks Harz" (Schultz 2010). Zudem findet sich sein Name in verschiedenen Beiträgen der "Karten zur Pilzverbreitung in Ostdeutschland" welche u.a. in der Gleditschia erschienen.
Ich werde Dieter als einen Mitstreiter in Erinnerung behalten der durch sein ruhiges, besonnenes und bei Konflikten ausgleichendes Wesen die Wogen glättete. Dies ist eine Charaktereigenschaft welche in der heutigen konfrontationsorientierten Gesellschaft selten anzutreffen ist. Er war mir ein guter Freund dessen Rat und Meinung ich wertschätzte. Wie so oft im Leben muss ich aber selbstkritisch konstatieren vielleicht hätte ich öfter den Rat oder die Meinung verinnerlichen sollen. Dieter würde darauf jetzt vermutlich antworten: Naja, das lern`ste noch !

Danke Dieter, dass wir uns kannten und ich mit Dir zusammenarbeiten durfte.

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09.01.2012 Tätigkeitsbericht 2011 des Nationalparks Harz veröffentlicht

Dieser Tage erschien wie in jedem Jahr der Tätigkeitsbericht des Nationalparks Harz für das vergangene Jahr. Informiert wird in der Broschüre u.a. über den 2011 beschlossenen Nationalparkplan, den Wegeplan, die Eröffnung des Natur - Erlebniszentrums Hohnehof, aus dem Bereich Naturschutz über Renaturierungsmaßnahmen und Artenschutz. Breiten Raum nehmen auch mehrere Beiträge zu Forschung und Monitoring ein. Darüber hinaus kann man sich über Themen wie: Öffentlichkeitsarbeit, Besucherinformation und Lenkung, Nationalparkhäuser, Bildungseinrichtungen und den Organisationsaufbau des Nationalparks informieren.
Innerhalb des Themenkomplexes "Forschung und Monitoring" findet sich auch ein Beitrag zur Kryptogamen-Tagung am 25.08.2011 im Tagungszentrum Drübeck zu der über 100 Besucher aus mehreren Bundesländern begrüßt werden konnten. Weitere Informationen

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10.11.2011 Hymenoscyphus syringaecolor Svrcek 1975

Mitte Oktober brachte mir der Gewässerbeauftragte des Nationalparks Harz O.Wüstemann eine Aufsammlung verschiedener Pilze aus einem Bachlauf im Eckertal. Darunter befand sich auch ein Fagus-Totholzästchen mit kleinen gestielten Becherlingen. Die Zugehörigkeit zur Gattung Hymenoscyphus war alsbald geklärt. Schwieriger gestaltete sich die exakte Bestimmung der Art. Die Bestimmung gelang nach Literatur auf der DVD "In Vivo Veritas" von H.O.Baral (2005).
Foto: Hymenoscyphus syringaecolor

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09.11.2011 Abschluss der Aufsammlungen auf der Naturwaldforschungsfläche Meineckenberg

Am 12.Oktober wurde die Bestandsaufnahme auf der Naturwaldforschungsfläche Meineckenberg abgeschlossen. Es konnten insgesamt 100 Großpilzarten und 5 Schleimpilzarten registriert werden. Im Zeitraum von Anfang April bis Mitte Oktober 2011 wurden 23 Begehungen durchgeführt. In den z.T. sehr alten Larix Beständen konnten mit Lactarius porninsis Rolland 1889 und Tricholoma psammopus (Kalchbrenner 1873) Quélet 1875 zwei seltenere Lärchenbegleiter gefunden werden. Mitte August wurde, auf Pflanzenresten zwischen Moosen, mit Delicatula integrella (Pers. 1800 : Fr. 1821) Patouillard 1900 ein seltener Schleierhelmling gefunden. Der ausführliche Bericht mit den Untersuchungsergebnissen, Fotos und CD wurden dem Wissenschaftsbereich der Nationalparkverwaltung übergeben. Für die Bestimmungshilfe bei den Myxomyceten bedanke ich mich bei U.Täglich/Merseburg.
Foto: Delicatula integrella

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08.11.2011 Der noch nicht geklärte Scutellinia Fund im Wasser eines Baches

In diesem Beitrag wird ein Scutellina Fund dokumentiert welcher auf Grund des außergewöhnlichen Wuchsortes bemerkenswert ist und einige Fragen aufwirft.
03.08.2011 (Kollektion 1)
09.08.2011 (Kollektion 2)
leg.:O.Wüstemann/det.:T.Schultz
Fundort: Nationalpark Harz, Lonau, S Sophienklippe, TK 4228/3, Höhenlage 550m ü.NHN.
Die gefundenen Fruchtkörper, in unterschiedlichen Altersstadien, wuchsen im Wasser bei Niedrigwasser. Es ist davon auszugehen, dass eine temporäre Unterwasserphase ausgeschlossen werden kann. Die mikroskopische Analyse ergab bei den "Unterwasserfruchtkörpern" deutliche Sporenanomalien (abortierend und anomal gestaltet). Biotop: in ca. 7-20 cm Wassertiefe im Kolk eines Zuflußbachs zur Großen Steinau, nur an einer Stelle im Bach und dort mit ca.50 Fruchtkörpern bei Niedrigwasserphase. Eine zeitweise Unterwasserphase ist auszuschließen.
Substrat: auf im Wasser liegenden Steinen, dort vermutlich auf Algen? oder sonstigen organischen Pflanzenresten? Sowie auf einem im Wasser liegenden Holzast.
Fruchtkörper: frisch orange, exsikkiert scharlachrot, bis ca. 6 mm Durchmesser, behaart, erst becherförmig dann linsenförmig auf dem Substrat aufsitzend
Mikromerkmale:
Asci: vermeintlich 4-sporig aber in verschiedenen Asci befinden sich bis zu 4 Fragmente von nicht entwickelten Sporen (Gendefekt?), folglich ist von 8-sporigen Asci auszugehen. Sporengröße: bis 27 x 15 µm, eiförmig - elypsoid, Oberfläche scheinbar rauh (fein warzig?), Füllung griselig ohne Öltropfen
Paraphysen: septiert, Spitzen keulig verdickt
Haare: bis ca. 270 µm lang, braun, dickwandig, lanzettenartig spitz zulaufend, mehrfach septiert,
Haarbasis: einfach wurzelnd, einige auch gabelig wurzelnd.
Wasserwerte des Bachs:
Gewässerbreite im Durchschnitt ca.2 m. Leitfähigkeit 55 Ys/cm (Mikrosimens je cm) Temperatur 13,6 °C pH-Wert:ca. 6,3 Niedrige Wasserführung Der Nebenbach hat ein relativ kleines Einzugsgebiet. Der Unterlauf ist mit Altbuchen bestanden.
31.08.2011 (Kollektion 3)
31.08.2011 (Kollektion 4)
31.08.2011 (Kollektion 5)
leg.:O.Wüstemann/det.:T.Schultz
Kollektion 3
Substrat: ca.50 Fruchtkörper in unterschiedlichen Altersstadien auf im Wasser liegenden Steinen, dort vermutlich auf Algen? verbunden mit organischen Pflanzenresten und abgesetzten Schwämmpartikeln aus dem Bach.
Die Fruchtkörper befanden sich in einer Wassertiefe zwischen 7-12 cm bei Niedrigwasser. Sporenausbildung im Frühstadium normal mit 8 Sporen je Asci. Im Reifestadium 4 vollständig ausgebildete Sporen und 4 kleine unterentwickelte Sporen bzw. Sporenfragmente.
Kollektion 4
Substrat: Auf einem zur Hälfte im und über dem Wasser liegenden Holzast. Dort relativ stark vom Wasser benetzt aber alle Fruchtkörper über der Wasseroberfläche. Die Sporenausbildung ist normal mit 8 Sporen je Asci.
Kollektion 5
Substrat: auf verbautem Holz im Bachlauf unterhalb der Fundstelle von Kollektion 1 und 2, dort unter einer Brücke, von Wasser benetzt, alle Fruchtkörper befinden sich über der Wasseroberfläche. Die Sporenausbildung ist normal mit 8 Sporen je Asci.
Vorläufige Theorie:
Alle Fruchtkörper lassen sich auf Grund der Mikromerkmale wie Sporengröße, Sporenform, Sporenornamentation, Paraphysen und Haaren u.E. wie folgt zuordnen:
Scutellinia kerguelensis (Berkeley) O.Kuntze (Kerguelensischer Schildborstling)
Referenzliteratur: Pilz der Schweiz 1 Seite 96 Nr. 81
Die Sporenanomalie wurde nur bei den im Wasser befindlichen Fruchtkörpern festgestellt. Die unterschiedlichen Altersstadien der Fruchtkörper im Wasser zeigen, dass eine regelmäßige Fruchtkörperbildung im Wasser erfolgt. Inwieweit die Fruchtkörper mit Sporenanomalie, trotz weitestgehender Übereinstimmung mit S. kerguelensis Makro-und Mikromerkmalen, anderweitig einzuordnen sind bedarf noch der Klärung.
Trotz intensiver Absuche, sowohl bachauf - und bachabwärts, war nur an einer ziemlich schattig gelegenen Bachstelle eine Anhäufung von ca. 50 Fruchtkörpern im Wasser feststellbar.
Alle aufgesammelten Kollektionen befinden sich zur Nachbestimmung bei Dr. Dieter Benkert in Potsdam.
Nachtrag: Am 26.10.2011 wurden nochmals durch O.Wüstemann Fruchtkörper im Bach gefunden.
Foto: Scutellinia spec. und Biotop

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